Über den Autor

Markus Wlochowitz

Ich gehe davon aus, dass die Meisten, die meinen Blog lesen, mich persönlich kennen. Wir leben jedoch in einer Zeit, wo man alles “Teilt”, sei es verlinkt oder in sozialen Netzwerken verbreitet. Daher möchte ich hier einige “kurze” (kurz ist relativ) Informationen über mich geben.

Ich wurde Mitte der 1970er Jahre geboren und durch den frühen Kontakt mit der Welt der Bits und Bytes bereits in meiner Kindheit digital geprägt. Ich erlebte den Aufstieg und Untergang der Heimcomputer-Ära, den Beginn des World-Wide-Web, den aufstieg des PC und die Entwicklung in Richtung einer digitalen Gesellschaft. Ich erlebte auch politische Umbrüche wie den Zerfall der Ostblockstaaten, den Niedergang der DDR und die Wiedervereinigung Deutschlands. Wie viele anderer meiner Generation weiß ich, dass wir in eine Epoche hineingewachsen sind, die es vor uns in der Menschheitsgeschichte vermutlich noch nie gegeben hat. Die Elektronik, der Computer und das weltweite Datennetz haben alles verändert, auch die Menschen.

Ich war schon immer sensibel. Ich war schon immer ein Denker. Ich habe mir schon immer viele Gedanken über das Leben, mein Umfeld, die Umwelt, eigentlich um die gesamte Welt und die Menschheit gemacht. Oft wurde ich nicht verstanden, oft brachte es Probleme mit sich und eigentlich ist es auf Dauer nicht gut, sich zu viele Gedanken zu machen. Dennoch, ich bin der Mensch, der ich bin. Ich weiß heute auch, dass ich mich nicht verbiegen kann. Ich will nur der sein, der ich bin. Doch das fällt uns oft schwer, besonders in unserer heutigen Informationsgesellschaft.

Ich bin über die Jahre sehr selbstkritisch geworden und musste lernen, dass auch ich blind sein kann gegenüber mir selbst, meiner Vergangenheit und meinem Leben. Ich ging durch Höhen und Tiefen, musste lernen nach jedem Fall erneut aufzustehen. Das Leben war und ist mein Lehrer, und ich bin ein geduldiger und aufmerksamer Schüler geworden.

Ich interessiere mich für ein breites Spektrum. Dazu gehören vor allem die Naturwissenschaften, aber auch Psychologie und Soziologie. Nicht zu vergessen natürlich alles, was mit Elektrotechnik und Informationstechnologien zu tun hat. Oft sprechen andere davon, ich wäre ein Philosoph. Ich gebe zu, dass ich mich oft mit philosophischen Fragen und Betrachtungsweisen auseinander setze. Dazu gehört vor allem auch die Frage, woher wir kommen und was wir sind. Inwiefern ich ein Philosoph bin, möchte ich aber selbst nicht werten.

In meinem Leben begleitet mich schon seit meiner frühen Kindheit die Musik. Ich hatte das große Glück, dass meine Eltern mich bereits sehr früh musikalisch förderten. So spiele ich seit meinem fünften Lebensjahr Klavier und habe in meinen 21 Jahren, in denen ich Unterricht genommen habe, akzeptabel gelernt mit dem Instrument um zu gehen. Zwar bin ich kein großer Pianist geworden, aber die Musik wurde mir immer ein wichtiger Teil meiner Selbst bleiben.

Und nun zu der Frage: “Warum schreibe ich diesen Blog?” Diese Frage ist im Prinzip recht einfach zu beantworten, obgleich sie in ihrer Tiefe so komplex ist, dass man ein Buch darüber schreiben könnte. Tatsache ist: ich habe ein Mitteilungsbedürfnis. Das bedeutet, ich möchte gerne meine Gedanken mit anderen teilen und die Gedanken durch andere bestenfalls weiter reifen lassen. Was nutzt es, wenn ich mir nur für mich Gedanken mache und meine Erkenntnisse weder durch andere verifizieren lasse, noch andere an meinen Erfahrungen teil haben lasse? Es wäre vieles verloren.

In meinem Blog möchte ich versuchen, die Dinge der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft zu beleuchten. Ich mache mir viele Gedanken über die Entwicklung unserer Gesellschaft. An mir selbst spüre ich, wie schnell man von den falschen Strömungen und den falschen Gedanken mitgerissen wird. Wir leben oft in einer Scheinwelt, die uns einfacher und angenehmer erscheint, als die tatsächliche Realität. Dieses Verhalten ist normal, aber wir dürfen nicht blind werden für das, was hinter unserem Rücken geschieht, sonst stehen wir irgendwann im Dunkel der Ahnungslosigkeit und werden von düsteren Gestalten des Nachts überwältigt. Okay, ich gebe zu, ich neige zur Dramatik, aber eines ist mir bewusst geworden: Wir leben in einer Zeit, in der man sehr genau aufpassen muss, was die Wahrheit ist.

Ja, ich halte mich für überdurchschnittlich intelligent, zumindest in einem gewissen Rahmen. Aber keineswegs bin ich frei von Fehlern. Ich kann mich irren, mache Fehler, lasse mich wie andere mitreißen. Keinesfalls behaupte ich, ich wäre besser als andere, stünde über allen Dingen oder wäre besonders weise. Vielmehr sehe ich in mir das, was ich in anderen Menschen auch sehe. Jeder ist etwas besonderes, jeder hat spezielle Fähigkeiten und jeder hat das Recht geachtet, beachtet und respektiert zu werden. Es gibt in der großen Masse von Menschen alle Farben und Formen von Intelligenz, Wissen und Fähigkeiten. Das macht uns aus. Alles ist normal verteilt.

Wenn ich mich täglich mit den Menschen in meinem sozialen Umfeld unterhalte, stelle ich immer wieder fest, wie arglos und un- oder fehl-informiert viele sind. Noch dazu sind die Sichtweisen oft sehr einseitig und oberflächlich. Genau hier scheine ich mehr zu überblicken als einige andere. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun und es muss auch nicht jeder so viel Information, Wissen und Gedankengut stemmen, wie ich es tue. Ich möchte meine Fähigkeiten jedoch nutzen, um das Wissen, Denken und Erkennen anderer zu erweitern. Nicht jeden interessiert, was ich sage und schreibe. Ich möchte auch niemandem etwas aufdrängen. Aber ich möchte mithelfen zu verhindern, dass die Gesellschaft blind in einen Abgrund läuft, wie auch immer dieser aussehen mag.

In meinem Blog beschäftige ich mich mit politischen, wirtschaftlichen, sozialen und technischen Themen. Vielleicht wird es auch wissenschaftlich, gelegentlich sicher auch mal trivial. Lesen kann jeder, was ihn interessiert. Es darf über mich geschmunzelt und gelacht werden, man darf erstaunt sein, oder auch nicht. Es spielt für mich keine Rolle, denn ich kann nur sein, wer ich bin und nur sagen und schreiben, was ich denke. Wer wirklich versteht was ich schreibe, wer sich dafür interessiert und wer dadurch sein eigenes Leben, sein Weltbild und sein Leben erweitern, verbessern, erleichtern kann, dem habe ich helfen können und das war die Arbeit dann schon wert. Wer mich für einen belanglosen Stümper, einen Möchtegern, einen Schwätzer, einen Besserwisser hält, der darf dies ebenso tun. Ich werde niemandem böse sein, ich akzeptiere gerne, dass nicht jeder meine Sichtweisen teilt und nicht jeder eine gute Meinung von mir hat. So ist das Leben. Das einzige, was ich von jedem Menschen – und somit auch dem Leser – erwarte ist, den Respekt zu bekommen, den jeder Mensch verdienst, ganz gleich wer er ist oder was er darstellt.

Zu guter Letzt möchte ich noch eine Frage beantworten, die sich der ein oder andere sicher stellen wird: “Warum ‘A Squirrels Life’ ?” “Squirrel” ist der englische Name für “Eichhörnchen”. Eichhörnchen waren in meinem Leben schon immer Tiere, zu denen ich einen besonderen Bezug hatte. Es ist eine Form spiritueller Verbundenheit, vergleichbar mit der Verbundenheit von Naturvölkern zu Tieren. Beispielsweise bei den amerikanischen Ureinwohnern, den “Indianern”, die Charaktereigenschaften von Tieren in ihre Kultur aufgenommen haben. Im Schamanismus findet sich vieles, was zu diesem Thema passt. So habe ich über die Jahre meine Verbundenheit ausgebaut und “lebe” dieses Gefühl, soweit es mir möglich ist. Mein Umfeld bekommt dies zwangsläufig mit und ich bin mir der Tatsache bewusst, dass viele keinen Zugang zu dieser Thematik finden und hinter meinem Rücken den Kopf schütteln, die Augen rollen oder mich möglicherweise sogar verspotten. Das ist in in Ordnung und ich kann gut damit leben. Denn was der Mensch nicht kennt, belächelt er, oder hat sogar Angst davor. Angst muss man vor mir ganz sicher nicht haben, und niemand muss “in meine Welt” treten, der es nicht will.

Mein Spitzname, bzw. Nickname “chibirisu” hat einen direkten Bezug auf meine “Tierische” Komponente. “chibirisu” ist die romanische Schreibweise eines japanischen Namens. Er setzt sich zusammen aus “chibi” und “risu”, was soviel bedeutet wie “kleines Eichhörnchen”. Es gibt auch einen fiktiven Nachnamen “moridama”, was soviel bedeutet wie “Geist des Waldes”. “Chibirisu Moridama” ist ein Synonym, der Name meines Alter Ego, der Name einer fiktiven Figur in einer Subkultur, die sich “Furry” nennt. Es ist aber stets der Mensch, der dahinter steht, ganz gleich, wie er dargestellt wird. Es ist immer der eine Markus Wlochowitz.

Bis hier hin durchgehalten? Meine Hochachtung. Nicht jeder erträgt meine langen Texte und ausschweifenden Erklärungen. Vielen Dank dafür. Ich hoffe, mein Blog wird stets genauso “fesselnd” sein.