Musikalische Entwicklung

Seit 1981 spiele ich Klavier, bis 2001 nahm ich Privatunterricht. Das bedeutet, dass ich schon recht lange Musik mache und die Musik mich in meinem Leben stark prägte. Kreativ war ich diesbezüglich schon immer und ich bin meinen Eltern dankbar für die musikalische Förderung.

Seit vielen Jahren bereits frage ich mich, was ich aus meinen musikalischen Fähigkeiten hätte machen können, wenn ich sie nicht einfach nur als privates Hobby und emotionalen Ausgleich verwendet hätte. Ebenso beschäftigte mich die Frage, was wäre, wenn ich meine Musik veröffentlichen würde. Als Kind und Jugendlicher ging ich fest davon aus, dass sich niemand für meine Musik interessieren würde. Ich hatte zwar viel Zuspruch aus der Familie, doch das schien mir nicht ehrlich genug zu sein. Mein damaliger Minderwertigkeitskomplex verhinderte ohnehin, dass ich mich mal traute, etwas mehr von mir in der Öffentlichkeit zu zeigen. Erst während meiner Berufsausbildung änderte sich das. Bald hatte ich neue technische Möglichkeiten, meine Musik sogar auf CD zu bannen, doch nichts dergleichen tat ich. Immer wieder schob ich die Idee auf und es passierte weiterhin Jahrelang nichts.

In den letzten Jahren dachte ich oft konstruktiv darüber nach, doch wollte ich meine Musik nicht kommerzialisieren. Vielmehr wollte ich meine Musik für all jene Menschen verfügbar machen, die sie einfach nur hören wollten. Dann stoß ich auf eine Plattform im Internet, die genau dies ermöglichte (Jamendo). Die eigene Musik unter einer freien Lizenz, kostenlos zur Verfügung stellen. Doch noch vergingen einige Jahre, bis ich nun vor kurzem den Schritt mit einem gewagten, kleinen Projekt machte. Ich nahm zwei ungefilterte und unbearbeitete Live-Aufnahmen und veröffentlichte Sie als kleines Album (Offside – Live and honestly) auf der beschriebenen Musikplattform. Dies hier ist das Ergebnis:

 

  Royalty-free music for professional licensing
Die Musik kann frei und kostenlos gehört und auch heruntergeladen werden. Sie darf ebenso auch weitergegeben werden. Die Musik steht unter einer Creative-Commons-Lizenz. Was man darf und was nicht, steht in den Lizenzbestimmungen auf der Plattform. Hier ein Direktlink zu meinem Jamendo-Künstler-Account.
Inzwischen habe ich einige positive Rückmeldungen zu den beiden Titeln bekommen und freue mich, dass die Musik, trotz ihrer Fehler, gefällt. Anders als früher, ist mir die Perfektion nicht mehr so wichtig. Ich denke, ich gehe hier den richtigen Weg, denn so haben andere zumindest die Chance, sich ein Bild von meiner musikalischen Ausdrucksweise zu machen. Ich habe vor, diesen Weg so weiter zu gehen und hoffe natürlich, dass sich die Dinge gut entwickeln. Ich brauche keine Fangemeinde und ich will auch nicht Berühmt damit werden. Ich bin jedoch gespannt, wie sich die Sache entwickelt. Es ist sehr schwer, sich selbst einzuschätzen und noch schwieriger ist es, die richtige Darstellung der eigenen Arbeit zu finden. Beurteilen soll jeder für sich, ob er dass, was ich mache gut oder schlecht findet. Mir selbst gewähre ich jedoch die Feststellung, dass ich sicherlich einiges mehr kann, als ich früher hätte zugeben wollen. Ich will vor allem Spaß an dem haben, was ich mache, und wenn ich Glück habe, kann ich mit meiner Musik ein paar Menschen bewegen. Viel mehr erhoffe ich mir auch gar nicht. Alles was darüber hinaus geht, wird mich sicherlich erfreuen, aber ich stecke keine zu großen Erwartungen in die Sache.
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